Paul Angerer – der beliebte, von seinem Publikum verehrte Moderator der Sendung „Capriccio“ auf Radio Stephansdom – hat vorübergehend seine sonore Stimme ruhen lassen und sich dem Schreiben gewidmet.
Erinnerungen an Jugend und Exil herausgegeben von Ruth Steiner
Als der 1908 in Wien geborene und im zweiten Weltkrieg nach Manila (Philippinen) ausgewanderte Jude Hans Steiner im Alter von 67 Jahren daran geht, sein Leben aufzuschreiben, tut er dies für seine drei Töchter: Was entsteht, ist ein Plädoyer für Offenheit und Optimismus im Leben, für den Weg der Versöhnung.
"Ein großartiges Dokument der Zeitzeugenschaft" (Otto Friedrich, Die Furche)
1919 wird Hildegard Burjan als erste weibliche Abgeordnete der Christlichsozialen ins Parlament berufen. Die zum Katholizismus konvertierte Jüdin und Angehörige der gehobenen Gesellschaft Wiens setzt sich inmitten der von Männern dominierten kirchlichen und politischen Welt gegen soziale Ungerechtigkeit und für die Ärmsten ein.
Die Verfasserin des Tagebuchs war unter jenen, die zwischen 1939-1945 im so genannten "Stall" - einem Hinterhof des Wiener erzbischöflichen Palais - eine verschworene Gemeinschaft bilden: Theodor Kardinal Innitzers Hilfsstelle für nichtarische Katholiken. Sie bringen Hoffnung, wo die Verzweiflung unermesslich ist, Nächstenliebe, wo Wegschauen das Normale ist. Und konkrete Hilfe, weil viele im Geheimen Gutes tun.
Eine Christin auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität
Die langjährige Generalsekretärin der Katholischen Aktion Österreich, Ruth Steiner, beleuchtet einen oft vergessenen Aspekt der "Shoa": die Situation der Menschen, die in einer sogenannten "Mischehe" lebten. Sie hält in diesem Buch Zwiesprache mit ihrer christlichen Großmutter, die mit ihrem jüdischen Mann in einem Wiener Mischehenghetto überlebte.